Wie alles begann...HELP!

Is there anybody out there?

A meeting with pain (and a lot of doctors)

Ich erinnere mich zurück…. an den Morgen an dem ich aufwachte und dachte ‚ich muss mich wohl irgendwie verlegt haben in der Nacht…, was zum Geier ist denn mit meiner Hüfte los?‘ ich erinnere mich wie ich mich angezogen habe, an diesen Entzündungsschmerz und ein klein wenig Taubheitsgefühl in den Beinen. ‚Ich muss wohl die Hüfte verdreht haben,… vielleicht einen Nerv eingeklemmt?‘ Abends war mein Zustand nicht besser. ‚Na dann erstmal besser schlafen‘ dachte ich mir. Nur dass ich den Morgen darauf, nach einer wirklich bescheidenen Nacht mir noch schwerer tat beim aufstehen. Und beim gehen. Und ein paar Nächte später mit noch weniger Schlaf fand ich mich bei der Überlegung wieder wie ich überhaupt aus dem Bett kommen sollte. So viel also dazu.


Der Weg zu meinem Hausarzt, sollte der Auftakt werden zu vielen verschiedenen Ärzten. Und dabei hatte ich noch Glück im Unglück, wie ich später herausfinden sollte. Im Schnitt dauert es, laut Statistik 5-7 Jahre, bis jemand mit einer rheumatischen Erkrankung seine Diagnose erhält. Bei mir waren es vom Zeitpunkt des ‚ziehen in Bein/Hüfte‘ bis zu ‚ich kann nicht die Stiegen raufgehen‘, bis ‚ich kann mich vor Schmerzen nicht bewegen und weiss nicht wie ich ins Bett kommen soll, weil ich Muskel-Krämpfe habe, die mir die Luft nehmen‘, bis zu dem Zeitpunkt zu dem ich in der MRT (Magnetische Resonanz Therapie) Röhre lag ‚nur‘ zwei Jahre. Es waren sehr ‚volle‘ 2 Jahre.


Ich hatte mehrfach Blut abnehmen lassen, Physiotherapie gehabt, war beim Orthopäden - könnte ja sein dass eine Fehlstellung den Ausschlag für die Krämpfe war, eine Zahnkorrektur vornehmen lassen - weil Fehlstellung der Zähne kann eine Fehlstellung der Wirbelsäule bewirken,… ich hatte bis dahin eine Psychologin und eine Psychiaterin gesehen, - Depressionen können ‚diffuse’ Rückenschmerzen verursachen. (Interessanterweise können Rückenschmerzen bzw. undefinierter Schmerz auch depressiv machen, aber das war dann teil meiner Recherche die folgte). Ich hatte neurologische Tests hinter mir und Schilddrüsenuntersuchungen, weil ich dauernd müde war und ein ‚eingenebeltes Gefühl’ hatte - wie ich jetzt weiss nennt man das auch foggy brain. Ursachen dafür sind uA. laut Literatur: unausgewogene Ernährung, zu viel Omega6 statt Omega3, Flüssigkeitsmangel, ADHS, Zöliakie Erkrankungen, Stress, Bewegungsmangel,.. 

Keines davon traf auf mich zu. 


Die Diagnose wurde gestellt. So fühlt sich also ein Urteil an. Ich saß dem Doktor der Rheumatologie gegenüber, der mir zuerst mitteilte, dass ich mich auf einen zumindest ab-und-zu Rollstuhl einstellen sollte, dann den Zettel mit der Schmerzmedikation über den Tisch in Richtung meiner Hände schob und mir die Selbsthilfegruppe ans Herz legte. (Mehr dazu ein ander Mal…).

Es geht mir nicht um die Schuldfrage. In anderen Ländern/Krankenhäusern etc. wäre das sicher noch ganz anders gelaufen. Dennoch, Empathie im Gesundheitswesen ist immer noch Mangelware. Die Damen und Herren werden auf Gespräche wie dieses, wie ich noch öfter in meinem Leben erfahren musste, kaum oder zumindest nicht ausreichend vorbereitet. Es fehlt an Zeit (wie überall im Gesundheitswesen) um jemanden das Gefühl von Totalverstreckung zu nehmen und wirklich Alternativen zu besprechen. Was blieb war zum einen endlich Gewissheit, zum anderen Entsetzen. Ein Leben mit Rollstuhl (ab und zu oder mehr)? mit Dauermedikation? Schmerzen und Einschränkungen? Das mir, die ich Tänzerin und Eiskunstläufer-Träume hatte als Kind. Die ich früher aufstand und Hechtrollen übte während meine Familie schlief? 


Dieser Artikel soll dich nicht deprimieren. Ganz im Gegenteil. Es ist der Grund wieso du mich hier auf dieser meiner homepage findest. Weil du vielleicht etwas ähnliches erlebt hast, dich überfordert fühlst und nicht weisst wie du die Herausforderung angehen sollst. Ich kenn das. Es hat gedauert bis ich mich aufgerafft habe und wieder auf das sprichwörtliche Pferd gestiegen bin. Ich will dir Mut machen. Es geht. Und, es gibt auch ganz tolles Fachpersonal da draussen, die einem sehr wohl mehr als nur Schmerzmittel in die Hand drücken können. Dein Mindset kann eines deiner grössten Helfer sein. Kleine, tägliche Routinen und Übungen ebenfalls. Am Anfang kann das wie der Himalaya erscheinen, aber ich verspreche dir, du kommst da rauf und du kannst ihn besiegen. Lass dir helfen besser mit Stress umzugehen, mehr Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit zu bekommen um mit ruhigeren Kopf an die Sache ranzugehen. 


Schreib mir für ein kostenfreies Erstgespräch. 

Ich freu mich auf dich!

Veronika

heart of the alps

6020 Innsbruck, Austria